Eine Marke hat uns verlassen

Mit seinem Buch “Corporate Identity” hat Wally Olins in den 1980er Jahren einen Klassiker für alle Markenfachleute veröffentlicht – ob auf Unternehmens- oder Agenturseite. Seine Modelle zur Markenarchitektur, seine Überlegungen zum Fifth-Element und die vielfältigen Beispiele haben nichts an Aktualität verloren.

Das Design seiner Agentur WolffOlins, die er gemeinsam in den 1960er Jahren mit Michael Wolff in London gründete, war häufig umstritten: Der Mann mit den ausgestreckten Armen für Akzo Nobel oder der Piper für Britisch Telekom war den Design-Minimalisten zu gegenständlich, zu emotional. Aber er machte seine Kunden damit erfolgreich und das zählt. Auch in Deutschland gibt es Marken seiner Agentur, die jeder kennt: Aral oder e-on.

Wally Ollins hat früh das Thema “Place branding” angestossen. Auch wenn sein Versuch, Deutschland auf DE zu reduzieren gescheitert ist, hat er doch die notwendigen Impulse gegeben, dass auch Länder, Regionen und Städte wie Marken geführt werden müssen.

Wally Olins, ist durch seine langjährige Arbeit als Person selbst zu einer Marke geworden – visualisiert mit Nickelbrille und Fliege – er ist vor wenigen Tagen gestorben.